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Stellungnahme der Fraktion Stadtverein zum Werkstattverfahren Oranienburger Straße

Stellungnahme der Fraktion Stadtverein zum Werkstattverfahren Oranienburger Straße


Mit dem Werkstattverfahren zur künftigen Bebauung der Außenbereichsflächen beiderseits der Oranienburger Straße hat die Stadtverwaltung einen wichtigen Impuls für die Festlegung wesentlicher Kriterien zur laufenden Ausarbeitung des Masterplanes gegeben. Für die engagierte Arbeit ist der Verwaltung und dem Gremium ausdrücklich zu danken.

Unter Einbeziehung der Entwürfe der vier beauftragten Planungsteams wurden am 23.3.2024 einzelne Kriterien und Eckpunkte in der Gremiumssitzung abgestimmt. Die Ergebnisse liegen den Gremiumsmitgliedern bisher leider nicht vor (PPT).

Wir möchten daher unsere Positionen nochmals deutlich machen:

  1. Die ‚Eingangsbereiche‘ in die Baugebiete beiderseits der Oranienburger Straße sind stadtgestalterisch und städtebaulich überzeugend auszubilden (Zentrumserweiterung). So sollten u.a. Mobility-Hubs als offene, helle, gut einsehbare und angstfrei nutzbare Parkhäuser erst in der 2. Reihe angeordnet werden. Gesicherte Tiefgaragen für bestimmte Zielgruppen, wie Gewerbe und Verwaltung sollten für eine Doppelnutzung für Katastrophen- und Zivilschutzszenarien und als Anlaufstellen/Evakuierung etc. vorgesehen werden. Zufahrt und Halten vor allen Eingängen muss möglich bleiben (Altersgerechtes Anfahren der Häuser, RTW, FW, Dienstleister).
  2. Der Erhalt bzw. die Umnutzung der Himmelspagode sollten im Masterplan als Planungsvariante bzw. Option ermöglicht werden, u.a. um auf mögliche Interessen eines (erforderlichen) neuen Investors reagieren zu können. Die Haupterschließung der Baugebiete ist dementsprechend zu planen (z.B. Octagon, Zache).
  3. Die verkehrliche Anbindung der Neubaugebiete an die B 96 sollte möglichst weit entfernt von der Bahnbrücke erfolgen (Höhenunterschiede u.a.). Ob Kreisverkehr oder erweiterter Knotenpunkt (3-spurig) sollte gesondert untersucht werden. Es sollte mehrere Zufahrten zum Wohngebiet geben, um das zusätzliche Verkehrsaufkommen zu entzerren. Durchgangsverkehr ist zu vermeiden.
  4. Die Inanspruchnahme der Grün-und Waldflächen durch die Neubebauung ist auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Zu den Randbereichen des künftigen Baugebietes sind große Grün-Abstände zu planen (zum Baubestand, zur Bahn, zum Friedhof, zum Wald …).Ein naturnahes, gehölzreiches grünes breites Band, rings um das gesamte Bebauungsgebiet (ggf. Einbeziehung weiterer Grünflächen im Umfeld) als Fußweg mit Trimm-Dich-Pfad, ist nicht nur als Kompensation sinnvoll. Spiel- und Sportplätze sind zur Wahrung der Totenruhe weit weg vom Friedhof anzuordnen.
  5. In den Quartieren sollte maximal eine dreigeschossige Bebauung (inkl. Staffelgeschoss) zugelassen werden. An der Bahn und im Eingangsbereich an der B 96 sind maximal vier Geschosse möglich. Ein Solitär (dargestellt als Hochhaus mit 8 Geschossen) wird kritisch gesehen. Die Häuserfluchten sollten die Achsen der Umgebungsbebauung aufnehmen. Nachbarschaftsinseln schaffen wohnortnahe Freiräume (jeweils Octagon).
  6. Die Anzahl maximal zu bauender Wohnungen im Gebiet (oder Vorgabe der Geschoßfläche) sollte angegeben werden. Der Stadtverein hält eine Obergrenze von 500 Wohnungen für verträglich und zielführend, höchstens jedoch deutlich unter 700 WE. Davon sollten mindestens 30 Prozent mietpreisgebundene Wohnungen sein.
  7. Die künftigen Gewerbeflächen sind schwerpunktmäßig an der B 96 zu konzentrieren (‚Zentrums-erweiterung‘) und im Gegensatz zu den Entwürfen auf ein realistisches Maß zu begrenzen.
  8. Die Baufelder sind so einteilen, dass Teilbereiche entstehen, die von unterschiedlichen Investoren zu unterschiedlichen Bauzeiten realisiert werden können (Cluster)
  9. Die Haupterschließungsstraßen der Wohngebiete (Wohnsammelstraßen) sind als Schleifen auszubilden (Feuerwehr, Müllabfuhr, Krankenwagen), die Wohnstraßen als Mischverkehrsflächen/verkehrsberuhigte Bereiche. Das Baugebiet ist über die Oranienburger Straße (hinter ‚Am Feld‘) direkt an die B 96 anzubinden.
  10. Rad-und Fußgängerbrücken über die Bahn sollten von den Neubaugebieten aus sowohl Richtung Rathaus als auch zur Lidl Filiale vorgesehen werden. Ein weiterer Rad- und Fußweg ist zwischen Friedhof und Bauhof anzulegen (Abkürzung Richtung Regionalbahnhof).
  11. Der ruhende Verkehr ist zu mindestens 50 Prozent ebenerdig unterzubringen (1 Stellplatz/WE + Radstellplätze).
  12. Die Verlegung des Regionalbahnhofes erscheint äußerst unrealistisch.
  13. Die Baustruktur soll einen effizienten, kostengünstigen und schrittweisen Aufbau eines Nahwärmenetzes ermöglichen (Clusterung, Verästelungsnetz). Flächen für die Energieerzeugung sind auszuweisen.
  14. Für die neuen Gebäude auf den kommunalen Flächen sind die einzuhaltenden energetischen Standards vorzugeben (hoher Energieeffizienzstandard der Neubauten).
  15. Das Schwammstadtkonzept sollte - in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit- im gesamten Baugebiet umgesetzt werden. Es sollten im gesamten Gebiet zusätzliche Grüninseln geschaffen werden.


Für die Arbeitsgruppe             Für die Fraktion

Harald Güther                          Hans-Joachim Guretzki

Präambel

Im Herzen unserer Bemühungen steht Hohen Neuendorf, eine Stadt, die durch ihre Gemeinschaft, ihr grünes Umfeld und ihre Lebensqualität besticht. Der Stadtverein tritt an, um diese Qualitäten zu bewahren und auszubauen – unabhängig von übergeordneten politischen Strömungen und ausschließlich den Bedürfnissen unserer Stadt verpflichtet. Wir bieten den Bürgerinnen und Bürgern eine authentische Stimme, die fernab der traditionellen Parteilinien und insbesondere der polarisierenden Rhetorik . Unser Ziel ist es, sachorientierte, inklusive und nachhaltige Politik zu machen, die allen Einwohnern von Hohen Neuendorf zugutekommt.

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